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Projects

Wer war Eu(e)rOpa?

Ein Gemeinschaftsprojekt mit der hallenser Bildhauerin Jenny Rempel http://jennyrempel.de/.
Der Arbeitstitel „Wer war Eu(e)rOpa?“ fragt mit Humor nach den Wurzeln europäischer Identität und Kulturgeschichte. Es entstand eine Sammlung von angefertigten Objekten und originalen Fundstücken, die die Bildhauerin Jenny Rempel der Geschichte Europas anheften würde und die individuell vom Nutzer der Installation angelegt und getragen werden können.

Mittelpunkt der Installation ist eine Seidenkappe wie sie von Zauberern getragen werden könnte. Eine Art Tarnkappe oder büstenhaftes Mäntelchen mit scharlachrotem Innenleben lässt uns eintauchen in alte Sinnbilder und vergangene Zeiten. Sie kann vom Nutzer bestückt werden mit haptischen, überlieferten Bruchstücken eines kollektiven „europäischen Gedächtnisses“. Individuell kombinierbar und wählbar, sind die ansteckbaren Objekte wie ein Gedankenspiel und spielend machen wir uns auf die Suche nach einer europäischen Identität. Die Büste als klassisches künstlerisches Format spiegelt mit der Betonung des Kopfes die europäische Wertsetzung auf den zivilisierten Verstand wieder. Und genau den sollten wir um uns auf diese Installation einzulassen ein bisschen in den Hintergrund stellen. Die Frage nach den eigenen Ahnen, die Rückbesinnung auf europäische Traditionen und Mythen, ist natürlich eine rückblickende Perspektive, also bietet der Fundus dieser Installation vor allem Objekte aus vergangenen Tagen. Gestalten kann man sie dann natürlich wie man will und es stellt sich dem Nutzer die Frage woher wir kommen und wohin wir gehen.

Aus der Zusammenarbeit mit Colette Dörrwand entstand eine erfrischende Portraitserie mit jungen ProtagonistInnen. Sie konnten aus den zur Verfügung gestellten Objekten frei auswählen und sich damit inszenieren und ausstatten. Dabei war einerseits die spontane Auswahl der ProtagonistInnen interessant und nicht zuletzt auch das entstandene Gesamtbild in seiner Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit. Neue Perspektiven und Denkansätze bzw. Verknüpfungen entstanden und entstehen beim Betrachter der Portraits, sie rücken alte europäische Sinnbilder in neue Zusammenhänge und laden ein sie zu hinterfragen.

„Wer war Eu(e)rOpa?“ erzählt mit Humor von der Wichtigkeit des Erinnerns, des Lachens und des Vergessens, um neue Wege zu gehen. Ohne Lachen kein Vergessen und damit alles beim Alten, aber natürlich auch zum Erinnern gehört es dazu, dann bleibt es einem nur manchmal im Halse stecken.

Mai 9, 2015